Hendrik Broer
(1886 - 1968)

Jan Katers war ein großer Bewunderer von Hendrik Broer.
Ich habe Broers Werk immer sehr bewundert. In den Jahren 1940-1944 hatte ich bereits einige seiner Arbeiten gesehen und ihn mehrmals gefragt: „Sag mal, Broer, kann ich mir etwas von dir abschauen?“
Da sagte Bruder: „Oh Junge, nein, ich kann dir das Malen nicht beibringen; das musst du dir selbst beibringen. Und wenn ich dir einen guten Rat geben darf: Fang erst mit dem Malen an, wenn du deinen Lebensunterhalt damit verdienen kannst! Dann kannst du malen, wie du willst, und wenn du davon leben musst, musst du so malen, wie die Leute es wollen, sonst kaufen sie nichts von dir! Und so sollte es nicht sein …“
Deshalb besuchte ich ihn regelmäßig und wagte es nie wieder zu fragen: Kann ich nicht Unterricht bei Ihnen nehmen?
Bis 1953: Ich besuchte ihn einmal täglich mit meiner Frau, und sie saß immer mit seiner Frau im Gespräch, und ich ging mit Bruder in sein kleines Zimmer (Atelier), und wir sahen uns einige Gemälde an, und später kamen wir zurück ins Haus, um eine Tasse Tee zu trinken, und meine Frau sagte zu ihm:
Bruder, mein Mann sagt immer, er könne keine Lektionen von dir annehmen; das willst du ja auch nicht; aber was wäre, wenn er einfach mal in dein Atelier käme und neben dir malen würde?
Bruder: Oh je, würdest du das wirklich wollen?
Worauf ich nur sagen kann: Nichts würde mich glücklicher machen! Und so hatte ich 10 Jahre lang das Glück, im Heiligtum des Bruders sitzen zu dürfen, und das war so wunderschön (emotional...).
Das Schöne war: Dieser Mann besaß eine unbeschreibliche Ruhe. Sobald es dunkel wurde, konnte man nicht mehr viel arbeiten, aber dann kam die beste Zeit.
Er legte ein Gemälde beiseite; ich weiß nicht, ob Ihnen Broers Werk bekannt ist; aber die meisten seiner Gemälde waren „verschleiert“, und wenn das Abendlicht auf sie fiel, wurden sie immer schöner … und manchmal musste man fünfzehn Minuten lang kein Wort sagen. Das war keine unangenehme Stille … Es war so still, dass man die kleinen Eidechsen über den Fliesenboden huschen hören konnte …
Ja, diese Momente werden mich mein ganzes Leben lang begleiten!
Frage: Haben Sie in dieser Zeit auch viel gelernt?
Katers: Ein klares JA, die Stille in der Arbeit, die Art und Weise, wie Broer es gemacht hat... Ich bin im Vergleich dazu noch ein kleiner Junge, aber es hat mein Leben sicherlich bereichert.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über seine Arbeit und seine Medienauftritte.
Gemälde von Hendrik Broer

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Mühlstein 59x79
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Getrocknete Blumen 26x38
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6502 Scheune 29x39 Leinen
Hafen 35x23
Zeitungen/Medien
Hendrik Broer
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